Für Stress-Reaktionen stellt der Sympathikus bestimmte Botenstoffe bereit – sogenannte Neurotransmitter. Einer davon ist Noradrenalin, das in der Nebenniere die Bildung von Adrenalin auslöst. Nach etwa 10 Minuten folgt ein weiteres Stresshormon: Kortisol.
Adrenalin: die erste Alarmstufe
Adrenalin ist für die kurzfristige Anpassung an belastende Situationen zuständig. Es sorgt für Muskelspannung, beschleunigt Atmung und Herzschlag – quasi die erste Alarmstufe. Da die Signalübertragung über Nervenimpulse läuft, reagiert dein Körper blitzschnell und zielgerichtet.
Kortisol: Langzeit-Stresshormon
Hält die Belastung länger an, kommt Kortisol dazu. Es versorgt den Körper mit Energie, indem es Blutzucker bereitstellt und sogar kurzfristig das Immunsystem aktiviert. Die Wirkung setzt langsamer ein als bei Adrenalin, hält dafür aber viel länger an.
Das Problem: Kortisol wird nur sehr langsam abgebaut. Viele Menschen haben einen dauerhaft erhöhten Kortisol-Spiegel, ohne es zu wissen – und spüren nur die Folgen.
Typische Anzeichen für zu viel Kortisol:
innere Unruhe, Gereiztheit oder sogar Aggressivität
Konzentrationsprobleme, „vernebeltes“ Denken
regelmäßige Heißhunger-Attacken
Auswirkungen von Dauerstress und hohem Kortisol
Ein dauerhaft erhöhter Kortisol-Spiegel durch Dauerstress kann deine Gesundheit und dein Wohlbefinden massiv beeinträchtigen:
fördert Fettablagerungen (vor allem Bauchfett, Leberverfettung)
baut Muskeln und Knochen ab
senkt Testosteron und Libido
beschleunigt den Alterungsprozess
erhöht Blutzucker und Blutdruck
unterdrückt positive Stimmung
schwächt das Immunsystem und macht dich anfälliger für Infekte
Dabei sind Stresshormone an sich nichts Schlechtes – sie sind lebenswichtig und Teil unseres Stoffwechsels. Nur ein Zuviel macht krank. Oder wie man so schön sagt: Die Dosis macht das Gift.
Kortisol und Schlaf – warum Regeneration so wichtig ist
Kortisol spielt außerdem eine Rolle in unserer biologischen Uhr. Morgens, gegen 8 Uhr, erreicht es seinen höchsten Spiegel. Abends sinkt der Wert – zugunsten von Melatonin, dem Schlafhormon.
Im Schlaf passieren entscheidende Prozesse: Zellen werden repariert, Nervenverbindungen im Gehirn erneuert und das Immunsystem gestärkt. Genau deshalb ist erholsamer Schlaf bei Stress unverzichtbar – vor allem, wenn dein Kortisol-Spiegel ohnehin schon erhöht ist.
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[…] werden. Forschungen haben ergeben, dass ein gesunder Organismus rund 100 Minuten braucht, um alle Stresshormone abzubauen und die Stressauswirkungen zu neutralisieren. Statt uns aber einen Ausgleich zu schaffen, […]
[…] Es umgibt uns ständig irgendein Entertainment, irgendeine Geräuschkulisse, die uns ablenkt, einlullt, abstumpft, vorantreibt. Mediale Reizüberflutung macht uns zu schaffen – auch wenn wir das schon gar nicht mehr bemerken. Wir treiben uns viel zu lange in den sozialen Netzen herum, schauen relativ viel fern, surfen im Netz, lassen uns immer irgendwie berieseln, befriedigen unsere unbewusste Sucht nach Adrenalin und Kortisol. […]
[…] passiert etwas ganz anderes. Wir leben hauptsächlich „kalten Stress“: Adrenalin und Kortisol sind im Körper unterwegs, aber wir haben kaum Gelegenheit sie schnell bzw. zeitnah wieder […]
[…] Kortisol […]