Work-Life-Balance

Zum August-Blog (24 Stunden) möchte ich noch ein Thema nachtragen: die vielzitierte Work-Life-Balance*.

Für mich war lange Zeit die gängige Definition schlüssig und gültig: Arbeit und Leben in eine gesunde Balance zu bringen. Kein Wunder, denn unsere Jobs verlangen uns immer mehr ab – mehr Druck, mehr Leistung, mehr Effizienz, mehr Überstunden. Stress pur, oft ohne Verschnaufpausen. Viele Menschen empfinden deshalb Arbeit irgendwann nicht mehr als Vergnügen, sondern sehnen sich nach Freizeit, Urlaub oder einfach nach Leben abseits der Arbeit.

Doch ist diese strikte Trennung „Hier Arbeit – Dort Leben“ wirklich gesund? Wenn wir Arbeitszeit nicht auch als wertvolle Lebenszeit betrachten, dann werten wir automatisch einen Teil unseres Tages ab. Manchmal empfinden wir unsere Arbeit sogar als „verschwendete“ oder „vergeudete“ Zeit – und genau das ist schade.

Arbeit als Teil des Lebens – mit Haltung und Resilienz

Auch wenn es nicht immer der Traumjob ist: Es sind viele Stunden unseres Lebens, die wir beruflich verbringen. Ich kann mich jeden Morgen neu entscheiden, mein Bestes zu geben und mit einer positiven Haltung in den Tag zu starten. Der wunderbare Nebeneffekt: Auf lange Sicht stärkt das die eigene Resilienz, verbessert das Betriebsklima und wirkt sich positiv auf Kunden, Kollegen – ja sogar auf den Erfolg des Unternehmens – aus.

Menschen mit einer positiven Grundhaltung, die Freundlichkeit und Begeisterung ausstrahlen, tragen zum Erfolg bei. Denn was du aussendest, kommt zu dir zurück.

Zum Nachdenken: Wenn dich eine Bedienung freundlich und aufmerksam behandelt, bist du nicht auch eher geneigt, etwas zu kaufen oder großzügiger Trinkgeld zu geben?

Meine persönliche Sicht auf Work-Life-Balance

Für mich ist Work-Life-Balance mehr als das Jonglieren zwischen zwei getrennten Welten. Ich sehe sie als Einladung, Arbeit, Leben und Zufriedenheit wieder zu vereinen – zu einer Art Work-Life-Force. Arbeit ist Leben. Leben ist Freude. Und beides darf Hand in Hand gehen.

„Jeden einzelnen Tag sieh als einzelnes Leben an.“ – Seneca

Jede Stunde und jeder Tag sind kostbar und halten Geschenke für dich bereit. Öffne dein Herz, und du wirst sie sehen: mit Offenheit, Freundlichkeit, Dankbarkeit, Freude, Begeisterung, Ehrlichkeit oder auch einfach mit einem Lächeln.

Die Entstehung des Begriffs Work-Life-Balance geht übrigens zurück auf die Industrialisierung im 19. Jahrhundert, als Arbeit und Leben erstmals klar getrennt wurden – etwa durch Fabriksarbeit. Heute erinnert uns die Definition (Wikipedia), dass „Work“ und „Life“ oft als Gegensätze gesehen werden – dabei können sie im besten Fall miteinander verschmelzen.

 

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[…] Was uns natürlich anstrengt und nicht erfreut und schlußendlich geben wir irgendwann mal der Arbeit, dem Job die Schuld, wenn wir uns lustlos und frustriert auf den Weg machen. Immer öfter haben wir das Gefühl, dass uns der Arbeitsplatz Zeit stehlen würde, wertvolle Freizeit. Und mit der Zeit sind wir dann immer unmotivierter, unkonzentrierter, gereizt und unwillig, haben Stress mit den Kollegen, dem Chef, den Umständen. Wir haben vergessen, warum wir uns damals für diesen Job beworben haben, welche Vorteile er uns bringt, welche Chancen wir durch ihn haben. Wir hoffen, dass der Arbeitstag bald vorbei ist, damit wir endlich unser Leben leben können. (Blog: Work-Life-Balance) […]

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